Wer hier arbeitet
Zwei Schneiderinnen, zwei Wege hierher — beide mit derselben Überzeugung: dass jedes Stück, das zu uns kommt, mehr verdient als eine Behandlung von der Stange.
Alina Dax · Inhaberin
Alinas Maßstab: Würde sie es selbst tragen wollen? Erst dann ist ein Stück fertig.
Ich habe das Schneiderhandwerk in der Ukraine gelernt und später an der SITAM Modeakademie in Österreich vertieft — beide Male mit demselben Anspruch: Qualität ohne Kompromisse, Perfektion bis ins letzte Detail. Was mich dabei immer schon getragen hat, ist eine einfache Überzeugung: Mode ist mehr als das nächste Teil im Schrank. Es geht um gute Stoffe, um Nachhaltigkeit, um das Bewahren dessen, was gut gemacht ist. Genau deshalb habe ich mein eigenes Atelier eröffnet — ein Ort für Verwandlung statt Wegwerfen, für bewussten Umgang mit Kleidung, für Ansprüche, die nie nachlassen.
Lucia Pascual Alcañiz · Schneiderin
Für Lucia ist kein Kleidungsstück wirklich am Ende — nur noch nicht neu gedacht.
Ich bin über einen ungewöhnlichen Weg zum Schneiderhandwerk gekommen: Nach einem Studium der Anglistik habe ich mich für eine zweite Ausbildung an der Modeschule Herbststraße entschieden und als diplomierte Damenbekleidungstechnikerin abgeschlossen. Es folgten Jahre in Änderungsschneidereien wo Millimeter zählen, bevor ich mit meinem eigenen Label Wildest Threads zu meiner eigentlichen Leidenschaft fand: alte Kleidungsstücke neu zu denken, statt sie wegzuwerfen. Meine Schnitte fertige ich mit derselben Genauigkeit, die ich seit Jahren auch in die handwerkliche Umsetzung lege.