Änderungen
Manche Kleidungsstücke sind zu gut, um sie aufzugeben — gutes Material, eine Geschichte, die es wert ist. Andere sagen: lohnt sich nicht. Wir sagen: doch, und nehmen uns die Zeit dafür. Ändern, umgestalten, ein zweites Leben geben — nicht für Polyester von der Stange, nicht zwischen Tür und Angel. Nur für Stücke, die es wert sind: erstklassiges Handwerk ohne Abstriche — das gilt für alle Arbeiten, die wir durchführen.

Was wir annehmen
Es gibt genau ein Kriterium: gutes Material und gute Verarbeitung. Beides zusammen.
Eine Wollhose mit handgenähtem Saum kürzen wir. Eine maschinell zusammengesetzte Hose aus Kunstfaser nicht. Das Kleid Ihrer Großmutter aus Seide oder Leinen passen wir an. Ein online gekauftes Fast-Fashion-Kleid nicht.
Das ist keine Wertung Ihres Geschmacks. Es ist eine Frage der Haltbarkeit: Arbeit, die viele Stunden dauert, muss an einem Stück ansetzen, das diese Stunden trägt.
Wie wir arbeiten
Handarbeit, wo Handarbeit besser ist. Maschine, wo die Maschine besser ist. Wir öffnen Nähte, statt darüber zu nähen. Wir suchen Stoff und Garn, die zum Original passen, statt zu nehmen, was gerade da ist. Manche Arbeiten dauern zwei Stunden, manche vierzehn.
Innenfutter mit Handnaht präzise annähen Knopf anbringen mit langlebiger Handnaht Applikationen auf Abendkleid anbringen mit Handnaht Zuschneiden eines Stoffes Exaktes Bügeln von Bugalten, mit genauem Musterübergang
Was es kostet
Wir arbeiten mit Ab-Preisen — der endgültige Preis steht fest, wenn wir das Stück in der Hand hatten. Ein Mantelfutter zu ersetzen beginnt bei 280 €. Eine Hose zu kürzen bei 28 €.
Was ein Stück gekostet hat, spielt für den Preis der Änderung keine Rolle. Wir bewerten unsere Arbeit — die Zeit, die Sorgfalt, das Können, das eine gute Naht braucht — und die ist bei einem Zehn-Euro-Fund genauso hochwertig wie bei einem Erbstück. Der Einkaufspreis des Kleidungsstücks sagt nichts darüber, was die Arbeit daran wert ist.
Was wir am Stück sehen
Was zählt, ist das Stück selbst — nicht das, was auf dem Preisschild stand. Bringen Sie Ihr Stück vorbei, dann schauen wir es gemeinsam an: den Stoff, die Verarbeitung, den Zustand. Das lässt sich am Bildschirm kaum beurteilen — im Griff und in der Naht schon.
Was sonst noch gilt, bevor ein Stück bei uns liegt — Annahme, Anzahlung, Aufbewahrung —, steht auf einer eigenen Seite: Atelier Regeln.

Unsere wichtigste Regel: ein absolut makelloses Ergebnis, oder gar keines. Zeigt sich beim genauen Hinsehen, dass Schnitt oder Stoff eines Stücks keine perfekte Anpassung zulassen, sagen wir das ehrlich, bevor wir anfangen. Unser Ruf und wie Ihr Kleidungsstück am Ende aussieht, sind uns wichtiger als jedes Geld.
