Kleid kürzen in Wien — was eine gute Kürzung ausmacht
Ein Kleid zu kürzen klingt nach der einfachsten Arbeit in einer Änderungsschneiderei. Bei einer Hose geht es um eine gerade Kante — bei einem Kleid um eine Linie, die am Körper fällt, schwingt und mit der Absatzhöhe zusammenspielt. Deshalb stecken wir die neue Länge immer am Körper ab, nie nach Maßband allein.
Jedes Kleid wird anders gekürzt
Ein gerade geschnittenes Etuikleid bekommt einen sauberen, unsichtbaren Saum. Ein ausgestellter Rock ist am Saum rund — gerade abgeschnitten hängt er ungleich, also zeichnen wir die Rundung neu an. Bei gefütterten Kleidern kürzen wir Oberstoff und Futter getrennt, damit nichts zieht. Und wo der Saum selbst das Schöne ist — Spitzenkante, Volant, Bordüre —, nehmen wir die Länge an anderer Stelle weg, etwa an der Taillennaht, und lassen den Abschluss, wie er ist.
Dirndl kürzen
Beim Dirndl entscheidet die Länge über den Charakter: knapp übers Knie wirkt anders als wadenlang. Rock, Unterrock und Schürze müssen danach wieder zusammenpassen — der Unterrock darf nicht hervorschauen, die Schürze bleibt etwas kürzer als der Rock. Ein Beispiel aus dem Atelier: ein Dirndl, enger und kürzer gemacht.
Abendkleider und feine Stoffe
Bei Abendkleidern mit mehreren Lagen wird jede Lage einzeln gekürzt. Seide und Chiffon säumen wir von Hand, weil eine Maschinennaht auf feinem Stoff durchscheint. Mehr dazu auf unserer Seite zu Ball-, Abend- und Couturekleidern.
Was es kostet
Der feste Preis steht, sobald wir das Kleid am Körper gesehen haben — gefüttert, mehrlagig oder mit Spitzenkante ist mehr Arbeit als ein einfacher Saum. Alle Ab-Preise finden Sie unter Was Arbeiten kosten.
Am besten mit den Schuhen, die Sie dazu tragen.
